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Losung für Sonntag, 20. Mai 2012 |
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Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.
Psalm 50,23 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! 1.Korinther 15,57 |
| Schlagzeilen aus der Gemeinde |
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| Genuss oder Frust? |
| Neuer Gemeindebrief fuer Mai 2012 |
Wie man seine Schulden los wird
Eine der wohl unsinnigsten Einrichtungen in früheren Zeiten war der sog. Schuldturm. Wenn man seine Schulden nicht begleichen konnte, wurde man da reingeworfen, bis man das Geld bezahlt hat.
Aber wie soll man Geld verdienen, um seine Schulden zu bezahlen, wenn man im Gefängnis sitzt? Wenn man im Schuldturm landete, dann war das eine Situation ohne Ausweg. Es sei denn, ein Verwandter hatte so viel Geld, um den Schuldhäftling freizukaufen.
In diese ausweglose Lage geraten Menschen heute häufiger denn je: Viele können ihre Rechnungen nicht bezahlen. Die Schulden sind ihnen über den Kopf gewachsen und nichts kann sie vor der Insolvenz retten. Zum Glück gibt es keinen Schuldturm, in den man geworfen wird. Die wären heute hoffnungslos überfüllt. Noch schlimmer steht es um uns, wenn wir unsere Beziehungen in den Blick nehmen: Es gibt viele Menschen, denen wir einiges schuldig geblieben sind. Vielleicht nicht Geld. Aber unsere Zuwendung, unsere Hilfe, unsere Gemeinschaft. Wir wissen in vielen Fällen, wer uns etwas schuldig geblieben ist und fühlen uns verletzt. Wir wissen in wenigen Fällen, wem wir etwas schuldig geblieben sind und trauen uns oft nicht, den Kontakt wie früher zu suchen. Vieles aber bleibt unseren Sinnen verborgen: so auch viele Verletzungen, die wir durch Ignoranz, Unvorsichtigkeit oder Mißverständnisse oft ohne zu wollen verursacht haben. Was für einen Ausweg gibt es hier? Der Monatsspruch für den März 2012 sagt uns:
Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele. Mk 10,45 Es gibt einen Ausweg aus der „Schuldenfalle“ ohne Insolvenz anmelden und ohne in den Schuldturm zu müssen.
Es gibt da einen Verwandten, der für uns einspringt. Der bezahlt die Schulden, so daß wir wieder frei sind und keine „gesiebte Luft“ atmen müssen. Jesus Christus verhilft uns zu einem Leben ohne Schulden voreinander und vor Gott. Dieser Schuldenerlaß nimmt die Last von unseren Schultern, sprengt die Kette, die uns an den Mühlstein band, den wir hinter uns herzogen. Im Bewußtsein neu gewonnener Freiheit können wir einander auch neu begegnen.
Möge uns diese Tatsache in der Passionszeit ins Herz wandern: Gott hat mit Jesus Christus unsere Schulden bezahlt.
Pastor Tilo Linthe
