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Losung für Sonntag, 20. Mai 2012 |
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Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.
Psalm 50,23 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! 1.Korinther 15,57 |
| Schlagzeilen aus der Gemeinde |
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| Genuss oder Frust? |
| Neuer Gemeindebrief fuer Mai 2012 |
Wegweiser fürs Leben Dieses Jahr läßt der Winter auf sich warten. Doch irgendwann wird der erste Schnee fallen. Sachte und fast unhörbar leise fallen die Schneeflocken dann auf die Erde. Wir machen die Tür auf und halten inne: Der neue Schnee liegt unberührt und ohne Spuren da. Ein bißchen zurückhaltend geht man die ersten Schritte, hinterläßt die ersten Spuren auf der sonst unberührten Fläche, hört auf das markante Geräusch unter unseren Schuhen. Irgendwann ist der „Zauber des Anfangs“ verflogen und man geht zur Tagesordnung über. So ähnlich ist es mit dem Beginn eines neuen Jahres: Etwas zaghaft und zurückhaltend gehen wir in dieses noch unberührte Jahr 2012. Was wird es wohl bringen an Freude und Trauer, Lust und Schmerz? Die Schreibhand muß sich noch an die ungewohnte Jahreszahl gewöhnen. Man wagt einen Blick hinein in den Kalender: Auf welchen Tag fällt dieses Jahr wohl der Geburtstag oder der 1. Mai? Manche gehen mit Vorfreude los in dieses Jahr 2012, weil sie viel Schönes erwartet: ein außergewöhnlicher Familienurlaub oder der Traum vom lang ersehnten Eigenheim wird endlich wahr. Andere haben Sorgenfalten auf der Stirn, wenn sie nach 2012 blicken. Vielleicht weil sie nach dem Absolvieren der Schule nicht wissen, welchen Beruf sie ergreifen sollen oder weil sie Angst haben, ihre Arbeit zu verlieren. Da kommt schon mal der Gedanke auf: Wegweiser müßte man haben, die einem den richtigen Weg zeigen. Wenn man den Schildern folgt, dann erwartet uns nur Glückseligkeit und Freude. Aber solche Wegweiser gibt es nicht. Da helfen auch keine Horoskope oder Kraken, die uns die Zukunft voraussagen wollen. Wir sind frei, uns zu entscheiden. Diese Überlegungen haben die Menschen von jeher bewegt. Auch vor 2500 Jahren im Israel zur Zeit des Alten Testaments. Und sie haben erkannt, daß es zwar keine Wegweiser gibt, aber doch die Gewißheit, daß unser Leben eine Richtung hat und ein Ziel: Weise mir, Herr, deinen Weg; ich will ihn gehen in Treue zu dir. (Psalm 86,11a) So wie die ersten Schritte auf frischem Schnee, so gehen wir dieser Tage in ein neues noch unberührtes Jahr ohne Wegweiser. Aber wir gehen sie nicht allein, sondern mit Gott, der mit uns geht und uns umgibt. So heißt es auch in Psalm 139: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ Also können wir Gott treu bleiben, d.h. uns an ihm festhalten, weil er der einzige sichere Halt in unserem Leben ist. Oder in der Sprache der Bibel: Treu sein heißt Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt und unseren Nächsten lieben wie uns selbst. Was immer auch das Jahr 2012 bringen wird – Gott ist auch in diesem Jahr an deiner Seite und begleitet dich. In dieser Gewißheit dürfen wir trotz aller Umwege sagen: Am Ende wird es gut, weil Gott es gut machen wird. Einen guten Start in das Jahr 2012 wünscht Tilo Linthe.
